Selbstverständlich können wir mehr als Punkt & Komma und sonstige (typografisch korrekte) Satzzeichen setzen. Wir sind – apropos Komma – auch immer auf dem Laufenden, wo Duden sich der lebendigen Sprache öffnet und weitere, mittlerweile offizielle Schreibungen zulässt wie etwa „Kommas“ statt „Kommata“. Darüber hinaus wägen wir mit feinem Sprachgefühl ab, in welchem Fall welches Wort das angebrachte ist.
Aber mit richtig gesetzten Satzzeichen ist schon viel für eine verständliche Kommunikation getan. Haben Sie mal versucht, im Messenger Ihrer Wahl oder in einer guten alten E-Mail den Sinn einer Nachricht zu entschlüsseln, die ohne Punkt und Komma geschrieben wurde? Heute fast die Regel. Auch mit guter Intuition, und selbst wenn einem der Absender vertraut ist, lassen sich manche Nachrichten erst nach dem dritten Lesen und einigem Interpretationsaufwand erfassen. Oder eben nicht, und man muss nachfragen. Das kostet Zeit und Nerven.
Die viel zitierte Aufforderung „Komm wir essen Oma!“ hat es nicht ohne Grund bereits ins popkulturelle Bewusstsein geschafft.
Wir korrigieren hier für gewöhnlich keine WhatsApps, aber das Beispiel soll zeigen, wie wichtig strukturierte Sprache ist. Sätze bilden einen Text, Satzzeichen unterteilen einen Satz in verständliche und sinnliefernde Einheiten – auf ihnen fußt jede verständliche schriftliche Kommunikation.