Partikel

Funktionswort: Nicht flektierbares (–> Flexion) Wort, das eine Aussage oder einen Ausdruck modifiziert und selbst kein Satzglied ist: ja, nein, doch, also.

Bsp.: „Das ist doch unmöglich!“, „Ich hab dir ja gesagt, das geht nicht.“

Man unterscheidet verschiedene Arten von Partikeln nach ihrer Funktion:

Einwerfend (Interjektionen): o, oh, he!, Mensch! schade!, pfui!, hurra!, igitt!, juhu!, au!, aua!, autsch! uh!, ah!, ach!, huch!, oho!, hoppla!, oje!, hm!, hihi!, ätsch!, hui!, puh!, uff!, pff!, phh! hü!, hott!

Fokussierend (Kontrastierend): "Nur Köln ist schöner", "Sogar Köln ist schöner"

Phatisch (Gesprächspartikeln; kontaktknüpfend, -erhaltend): dienen zur Gliederung und zur Bestätigung, als Zurufe, Grüße und Reaktionen oder Antworten (Antwortpartikeln) im Gespräch (besonders wichtig am Telefon, wo die Mimik des Gesprächspartners fehlt: Hey! Hallo! ja, nein, hm, gern, ach so, klar, echt? nee! ach was! …

Intensivierend (Gradpartikeln oder Steigerungspartikeln): wenig, etwas, einigermaßen, fast, ziemlich, so, sehr, ausgesprochen, besonders, ungemein, überaus, äußerst, zutiefst, höchst, zu

Lautmalend (onomatopoetisch): quak, wau, wuff, miau, kikeriki, (oft in Comics:) peng, bumm, boing, schnief, tatütata, ticktack, plumps, klirr, schwupps!, zack!, ruckzuck!

Modal: drücken Einstellungen des Sprechers zum Satzinhalt aus: schon, freilich, halt, eben, ja, aber, vielleicht, einfach, doch, bloß, nur, mal …

Negierend: nicht

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