Syntax, syntaktisch

Satzbau: Regelung der korrekten Zusammenfügung von Wörtern zu Sätzen. Die einfachste Form eines Satzes besteht aus den Basisbausteinen SubjektPrädikatObjekt.

Bsp.: "ich (Subjekt) besuche (Prädikat) dich (Objekt)", "du (Subjekt) hörst (Prädikat) Musik (Objekt)", "er (Subjekt) isst (Prädikat) ein Brot (Objekt)"

Der Theatervergleich

"Ich stelle mir die Syntax mit ihren Komponenten gerne als Theaterstück vor: Das Subjekt ist die Hauptfigur, also ein Darsteller, und damit in dieser Metapher von gleicher Art wie das Objekt, das ebenfalls sichtbar auf der Bühne sitzt, steht oder liegt. Auf grammatikalischer Ebene insofern, als es sich bei beiden Wortarten um Nomen, also um Hauptwörter handelt.

Das Objekt ist dabei allerdings der Nebendarsteller – oder auch, wie man heute vielleicht sagen würde: der 'Sidekick' –, den das Subjekt braucht, um zu interagieren. Also ebenfalls ein Spieler, aber in einer passiven bzw. fremdbestimmten Rolle. Der Hauptdarsteller kann in einem Stück natürlich auch mit einem Gegenstand interagieren, welcher dann im wahrsten Sinn des Wortes Objekt ist: ein Gemälde oder sein Spiegelbild, mit dem er spricht, ein Instrument, Werkzeug oder Kleidungsstück, mit dem er kämpft (man denke an eine Clown-Nummer).

Das Prädikat ist nun die Handlung dieses Stückes namens 'Satzgefüge', ohne welche(s) die beiden Darsteller nur stumm und starr auf der Bühne stehen würden.

Alle anderen Wortarten eignen sich metaphorisch perfekt als Regieanweisungen und Requisiten – z. B. Adjektive, Adverbien und Partizipien für die Art der Darstellung: ernsthaft, tölpelhaft, hektisch, verwundert, übertrieben, mit lauter Stimme, ein Bein hinter sich herziehend; Präpositionen und Umstandsbeschreibungen für die Positionierung und das Setting: in schwarzem Anzug, über den Tisch, im Schein einer Lampe, in der Mitte (der Bühne), auf dem Bett, vor dem Haus." (Iris Hesse, Punkt & Komma)

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