Allgemein ist damit die Lehre von der Bedeutung der Zeichen gemeint; speziell auf Sprache und Text bezogen geht es um den Bedeutungsinhalt eines Wortes oder eines Begriffs.
So haben Synonyme den vielleicht nicht identischen (da unterschiedliche Konnotationen mitschwingen können), aber gleichen Bedeutungsgehalt: Die verschiedenen Wörter "zeigen" oder verweisen auf dieselbe Sache, bezeichnen denselben Sachverhalt – auch wenn sie in ganz verschiedenen (z. B. auch regionalen und historischen) Stilebenen auftauchen oder den Sachverhalt auf völlig unterschiedliche Weise ausdrücken. Das Gemeinte ist aber immer auch kontextabhängig: "heute lass' ich alle Fünfe gerade sein" kann einmal ausdrücken: "ich nehme es heute (mit was auch immer) nicht so genau"; in einem anderen Kontext ist evtl. eher gemeint: "heute mach ich mir einen entspannten/ruhigen Tag".
Bsp.:
"den Bund der Ehe eingehen" – "sich vermählen" – "Ja sagen" – "unter die Haube kommen": der semantische Gehalt ist derselbe – "heiraten".
"die Cuvée" – "der köstliche Rebensaft" – "ein hervorragender Jahrgang" – "der gute Tropfen": alle Ausdrücke beziehen sich letzten Endes auf "Wein".
"unsere Ahnen – "unsere Vorfahren" – "die Altvorderen" – "die Alten": gemeint sind jedes Mal weit zurückliegende Generationen, von denen wir genetisch abstammen.
"Klempner" – "Flaschner" – "Installateur": damit bezeichnet der Laie (auch wenn es hier Definitionsunterschiede gibt) in der Regel einen Handwerker, der im weitesten Sinne Bleche und andere Metalle zu Bauteilen für die Installation in Bauwerken ver- und bearbeitet oder repariert.