Die Metapher ist eine bildhafte Umschreibung, ein Ausdruck mit übertragener Bedeutung und damit elementares Stilmittel der Poesie und Lyrik ("Frühling lässt sein blaues Band / wieder flattern durch die Lüfte"). Wird manchmal verwechselt mit der Allegorie und kann sich mit dem Symbol überschneiden, sofern letzteres Teil des metaphorischen Ausdrucks ist: "Er ruht sich auf seinen Lorbeeren aus".
Oft bedient sich die Metapher Wörtern (Verben oder Substantiven), welche aus einem völlig anderen "Anwendungsgebiet" oder Themenfeld stammen, um einer Äußerung eine zusätzliche, bildhafte und damit verstärkende Wirkung zu verleihen.
Die Metapher nutzt dabei gleichermaßen die mit einem Begriff verbundene Vorstellung wie auch dessen lautliche oder emotionale Konnotation, um beim Leser bzw. Hörer den gewünschten Eindruck zu erzeugen. So kann beispielsweise "das Brüllen der Wellen" und "der Gesang der Wellen" die Bandbreite der inividuellen Wirkung des Meeres auf den Erzähler abbilden.
Bsp.: "die bittere Süße ihres Kusses", "das schwarze Gold", "er würzte seine Rede mit vielen Anekdoten", "sie überfuhr ihn mit Vorwürfen", "von der Lektüre gefesselt sein", "Du Mimose!", "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" (gemeint: Schweigen ist mehr wert als Reden).