Oft bildhaftes Zeichen, welches nicht immer selbsterklärend ist oder allgemeine Gültigkeit hat, da oft auch kontextabhängig. Sinnbild für abstrakten Inhalt, bedeutungstragendes Wort oder Bild, welches über das sinnlich Erfassbare hinausweist (z. B. der Fisch als Erkennungszeichen der ersten Christen, wobei dem Tier selbst keinerlei Bedeutung zukommt, sondern sich der Bezug über das Anagramm „ICHTHYS“ (griechisch „Fisch“) erklärt: „Iesous Christos theou (h)yios soter“ –> Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland).
Sehr bekannt sind die Symbole für „Frieden“: die Friedenstaube mit Olivenzweig, welche auf die biblische Sintfluterzählung zurückgeht, sowie das Friedenszeichen der Sechziger und Siebziger, welches aus einer Kombination zweier Zeichen aus dem Winkeralphabet (N für nuclear und D für disarmament –> „Abrüstung“) entstand. Viele Symbole treten im Zusammenhang mit politischer Gesinnung oder entsprechenden Forderungen auf.
Das Feigenblatt ist buchstäblich seit Adam und Eva Sinnbild für Schamhaftigkeit bzw. für das Verdecken eines unschicklichen Sachverhalts bekannt, oft auch in der abwertenden Bedeutung des "Deckmäntelchens". Der Lorbeer ("Laurus") und speziell der Lorbeerkranz hingegen gilt seit dem Altertum als Symbol für die Auszeichnung besonderer Leistungen, als Zeichen für Ruhm, und krönte daher römische Kaiser und Dichterfürsten – vor allem Petrarca wurde zum Inbegriff des "poeta laureatus". (Die metaphorische Redewendung "sich auf seinen Loreeren [auf seinem Ruhm] ausruhen" greift auf ebendieses Symbol zurück.)
Wie erwähnt, ergibt sich der Gebrauch eines Symbols oft aus dem spezifischen Zusammenhang. So wird die Feder meist als Symbol für Literatur und Schreibkunst verwendet, dagegen stellte sie in der britischen Armee – in Form einer weißen Feder – das Symbol für Feigheit dar und wurde an nicht kampffähige oder kriegsunwillige Männer vergeben. Der Ring kann ein Symbol für Treue, aber auch für Ewigkeit oder sogar ewige Knechtschaft ("Herr der Ringe") sein, in dieser Lesart manchmal auch ironisch auf den Ehering bezogen.
In besonderer Weise kontextbezogen sind Symbole, die die Allegorie nutzt, um ein spezifisches Bild für einen komplexen Gedanken oder Sachverhalt zu schaffen.
Manche Symbole in der Literatur sind recht speziell und stellen bereits einen Übergang zur Chiffre dar: So steht die blaue Blume als Schlüsselbegriff der Romantik für die Sehnsucht des Dichters, für sein metaphysisches Streben nach der Unendlichkeit.