Wo sind die Grenzen des Lektorats?

Was unser Lektorat leistet:

Wir korrigieren Ihren Text im Sinne der Grammatik und Rechtschreibung und optimieren ihn im Hinblick auf Stil, Verständlichkeit und Lesbarkeit. 

Konkret umfasst dies, wo nötig, die Änderung der Wortstellung, das Einfügen treffenderer Begriffe, die Variation in Synonymen und im Satzbau, um Wiederholungen zu vermeiden, das Umformulieren, Kürzen oder die Zusammenfassung einzelner Passagen, um den Text flüssiger bzw. klarer zu gestalten. 

Auch weisen wir Sie auf Logikfehler hin und machen dort, wo „harte“ Eingriffe weniger angebracht scheinen, Vorschläge per Kommentarfunktion zu möglichen Alternativen oder sprechen auf diesem Wege Empfehlungen zu Vereinheitlichungen und Schreibweisen aus – über die aber in letzter Instanz Sie als Auftraggeber entscheiden.

Dies geschieht – bei aller Berücksichtigung unserer Qualitätsrichtlinien und aller Bemühung um größtmöglichen Konsens bei der Vorgehensweise – stets im Rahmen des individuellen Ermessens unseres jeweiligen Lektors und ist zudem abhängig von der Ausgangsqualität sowie dem Gegenstand eines Textes. Eine fiktive Erzählung bietet selbstverständlich mehr Gestaltungsspielraum als ein juristisches Schreiben, ein fach-/sachbezogener Text oder eine Bedienungsanleitung.

Was unser Lektorat im Rahmen einer Ad-hoc-Textbearbeitung NICHT leisten kann:

Die Bearbeitung in Form

einer Textredaktion, wie sie etwa ein Zeitungsredakteur vornimmt, wenn er z. B. Meldungen zu einem eigenen neuen Text umschreibt.

eines Verlagslektorats: Wir geben bei belletristischen Manuskripten, wo es uns nötig erscheint, Tipps hinsichtlich erzählerischer Aspekte – „Koautoren“, welche tiefere Eingriffe in Inhalt und Dramaturgie vornehmen, sind wir nicht. Wir übernehmen auch nicht die satztechnische Vorbereitung Ihres Dokuments zur Drucklegung.

eines persönlichen Text-Coachings, welches ein Briefing im Vorfeld sowie Beratungs- und Texterleistungen zu einem Schriftstück über mehrere Entstehungsschritte hinweg voraussetzt – dies kann nur ein Texter bieten, der nach Stunden abrechnet.

– jeder Art der Neuvertextung

FAZIT: Sinn und Zweck unseres Lektorats ist es, ein Schriftstück so zu optimieren, zu kommentieren und zu hinterfragen, dass sich am Ende ein korrekter, gut verständlicher und flüssig zu lesender Text ergibt, der auch in seiner Tonalität dem vermuteten Anliegen des Verfassers entspricht. Die Aufgabe eines Lektorats besteht jedoch nicht darin, einen Text, der diese Kriterien bis auf wenige Ausnahmen bereits erfüllt, „gewaltsam“ umzuschreiben. 

Mehr noch als im Falle eines Korrektorats gilt hier: Ein Lektorat ist keine Rechenaufgabe mit einem an Standardvorgaben messbarem Resultat.